Archiv der Kategorie: Frisch aus dem Archiv

Das Kamenzer Stadtarchiv

Das Ziel meiner heutigen Ausschweifungen soll das Archiv einer alten Dame sein. Das Stadtarchiv der alten Lessingstadt Kamenz unter Leitung von Herrn Thomas Binder.1 Die Stadt selbst wird im Jahre 1225 zum ersten Mal erwähnt. Ganz so alt ist ihr Archiv zwar nicht, es reicht aber immerhin bis in das 14. Jahrhundert zurück. Dies ist auch wenig überraschend, da die ursprünglichen Stadtherren die Stadt offenbar mit kluger Hand regierten. Als diese jedoch die Stadtherrschaft 1318 durch eine Lehnsverwirkung einbüßten, kam Kamenz in die Hände des Landesherrn. Von diesem stammt auch die älteste im Stadtarchiv aufbewahrte Urkunde von 1323. Diese Form besitzen alle erhaltenen Archivalien bis zum Jahre 1400. Genau in diesem Jahr setzt das erste Kamenzer Stadtbuch ein. Es bildet den Anfang einer langen, bis in das 19. Jahrhundert reichenden Reihe an Büchern. Diese stellen einen unschätzbaren Schatz für die stadtgeschichtliche Forschung dar. Und damit natürlich auch für mein Projekt!

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  1. Diesem sei auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für die großzügige Erlaubnis zur Bildnutzung und die allzeit entgegenkommende und kompetente Betreuung im Archiv gedankt. Archive leben immer auch von ihren Archivaren! []

Das Kreisarchiv Sömmerda

Das Anfang der 1990er eingerichtete Kreisarchiv Sömmerda (KA Sömmerda), fasst – ganz gemäß seines Auftrages – große Teile des in diesem Gebiet entstandenen Archivgutes. Seine Bestände reichen bis in das Spätmittelalter zurück, wenn auch die jüngeren Bestandseinheiten naturgemäß den bei weitem größten Teil darstellen. Doch was hat nun mich zum Weg in das Kreisarchiv bewogen? Für meine Forschungsfragen waren drei dort gelagerte Deposita von besonderem Interesse: Die städtischen Archive von Gebesee, Rastenberg und Kindelbrück, in deren Beständen sich auch Stadtbücher befinden. Diese galt es für mich aufzusuchen und auf meine Fragen hin zu überprüfen. Das Kreisarchiv Sömmerda weiterlesen